Lustiger Spruch der Woche:
"Du Sollst Deinen Gott Nicht Dem Gesetz Des Freien Marktes Aussetzen!"

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Von Anglizismen und der "reinen" deutschen Sprache...

... oder warum diese Seite nicht Projekt Wirklichkeit heißt

Anglizismen, ein schwieriges Wort, aber in unserer heutigen Gesellschaft begegnet man ihm immer wieder.

Dazu ein Auszug aus unser aller geliebtem wikipedia.de:

"Als Anglizismus bezeichnet man einen Einfluss der englischen Sprache auf oder in andere Sprachen. Dieser Einfluss kann sich auf allen Ebenen der Sprache äußern, also in der Lautung, in der Formenlehre, der Syntax sowie im Wortschatz (Fremd- und Lehnwörter)."

Unter Anglizismen versteht man also englische Begriffe in anderen Sprachen, wie "Server", "gamen", "upload" und so weiter.

Den normalen Bürger interessiert dies kaum, er benutzt die Wörter, die für ihn besser klingen ( auch wenn mischmasch Formen oft an grammatikalische Vergewaltigungen erinnern, gedownloaded, oder doch einfach downloaded, oder vielleicht downgeloaded? Ja, ich weiß, man kann einfach heruntergeladen sagen...), aber es gibt Menschen, meist Politiker oder sonstige gesellschaftlich fehlgeleitete Personen (Germanistik Professoren, Journalisten und so weiter, man kennt das) die sich die "Rettung" der deutschen Sprache auf die Fahnen geschrieben haben.

Abseits davon, dass "Prallsack" einfach blöd klingt, und "Airbag", die Funktion besser trifft und noch schnittig klingt, kämpfen diese Leute dafür, dass die immer mehr durch die Jugend verunreinigte Sprache gesäubert wird.

Sie regen sich auf, wenn man von "Handy" spricht (kurz dazu: handy heißt auf englisch handlich, unser Handy heißt einfach mobilephone), den Fernseher mit Flatscreen beschreibt und shoppen anstatt bummeln geht.

Doch, was will ich eigentlich sagen?
Mir geht es einfach nicht in den Schädel, warum diese, meist hochintelligenten, Personen ihre kostbare Zeit (im Falle der Politiker bezahlen wir diese dann auch noch) für solche Lappalien verschwenden ... Meine Güte, Leute, geht an einen schwäbischen Stammtisch, in ein Ur-bayrisches Wirtshaus oder in ein Pfälzer Lokal, hockt euch hin und ihr werdet sehen, was mit unserer deutschen Sprache los ist ....

Ich erlebe es immer wieder. Dazu müsst ihr wissen, dass ich leidenschaftlicher Spieler und IT-Freak (keine Ahnung wie hier die Übersetzung lauten würde "IT-Seltsamer", "IT-Süchtiger"?) bin und da besonders diese zwei Bereiche stark von englischen Begriffen geprägt sind, muss ich mir leider immer wieder das Gemeckere anhören, wenn ich von einem hochen Ping rede, meine Server-Config verändern will, oder ich keine Ahnung habe, in welcher Sprache das proggy gecoded ist. Erklären sie mal einem Deutsch Fanatiker, wie er seinen Router konfigurienen soll, um die Ports freischalten zu können um in Warcraft 3 Spiele hosten zu können...

Aber diese Gequengele wird ein Ende haben.
Hoffe ich zumindest, denn unsere Sprache ist anpassungsfähig.
Die Leute, die heutzutage von deutscher Sprache reden, sollen sich mal ein paar Jahrhunderte zurück bewegen und mal altmittelhochdeutsche Texte lesen. Man versteht kaum etwas, meist kann man nicht mal die Texte entziffern.
Warten wir zwanzig Jahre, dann sind heutige Anglizismen schon längt Bestandtteil einer weiteren verkorksten Rechtschreibreformen.

Und falls sie darauf bestehen...
Redet doch deutsch, aber lasst mich reden wie ich will.
Könnt ihr euch Qäulen, Serveradministrator und Operator-Rechte ins rein deutsche zu übersetzen, ich rede wie ich will und lasse mich nicht von diesem nationalen Überquark behelligen.

 

Ich habe gesprochen sprach.

 

1.8.08 15:50


Über Emos, Goths und die Sache mit dem "Mainstream"...

... oder warum sehen meine Freunde so komisch aus?

 

Puh, schwieriges Thema, vorallem wenn ich mir so die Profilbilder anschaue .

Gleich am Anfang: ich habe NICHTS gegen Emos/Goth/Metaller/Punks/Hopper/FügeDeineGruppeHierEin. Jedenfalls nicht gegen die Vernünftigen.

Aber da geht es schon los... Ich sehs doch jeden Tag in der Schule:

Die heutige Durchschnitts-Klasse (in meinem Umfeld) besteht aus

- 30% Metaller
- 10% echte Punker
- 20% Hip Hopper
- 5% Emos
- 5% Sonstiges
- 20% Girlis
- 10% normalen "Spießern"

Wo ist da bitte die Abgrenzung, die so viele Leute erreichen wollen, indem sie sich anders kleiden, oder das Sonnenlicht fürchten (natürlich rede ich hier von uns Zockern ;P)?

Wo sind die ALTEN Ideale der Punk Szene verkommen, die Individualität zum Beispiel? Heute kann man in jedem H&M Laden Stone washed Jeans kaufen, Totenkopfarmbänder und sonstiges.

Ich kann mich noch an Zeiten erinnern, als meine Schwester sich Nietengürtel und -halsbänder noch selber herstellte, an Zeiten, wo man mit Irokesenfrisur und schwarzer Kleidung sich noch differenzieren konnte...

Aber heute ist der Spruch "Anti-Mainstream sein ist inzwischen Mainstream geworden" leider Realität geworden.
Längst sehe ich keine Individualität mehr in den Klassenzimmern, wo 90% aller Emos und Punks die selben Küchentuch-Halsbänder von C&A tragen, die Sticker und Buttons längst die selben vorgefertigten Motive zeigen und jeder Pimpf ein Pentagramm auf seinem schwarzen Eastback hat.

Längst gibt es Goths, die ihre Spinnennetze aus Blei aus dem Versandhandel haben und auf die Frage, was es mit dem Pentagramm auf sich hat, etwas von Hexen faseln würden.

Argh, meine Gedanken sind schon wieder so durcheinander...
Ihr merkt es am Text.

Ich selbst gehöre keiner besonderen Gruppe an, trinke kaum, Rauche nicht, esse normal Fleisch, trage bequeme Klamotten, lerne viel und häufig und gehe kaum aus (meine Figur dankts mir leider nicht), was mich vielleicht doch zu einem Mitglied einer Gruppe macht, aber ich mag die Vielfalt. Dennoch regt es mich einfach auf, wenn ich zwei schwarz gekleidete Mädels im Freibad sehe, die ca. 4 Jahre unter mir sind und sich gegenseitig erzählen, wie sexy sie doch den Vampir in einem bestimmten Roman fänden...

Mein GOTT (ich bin Atheist, aber nur richtige Hardcore Atheisten bringen es fertig, "Mein Überbleibsel aus einem längst überholten Glaubenssystem" zu rufen), wie ich solches Mainstream gequatsche hasse.
Denn im Grunde genommen ist das passiert:
Besonders sein ist Mainstream geworden, die neue Anti-Mainstream Fraktion trägt graue Pullover, lernt und trinkt nicht und ist in der verschwindenen Unterzahl.

 

Denn wo bleibt die Individualität, wenn wir alle gleich dunkel angezogen sind?

 

Grüße,

Meinewenigkeit.

 

P.S: Ja, ich will provozieren... Man kann nicht immer alles auf unsere Politiker schieben....

P.P.S: Entschuldigung, dass der Textfluss leider nicht so toll ist, es ist spät und ich bin schon relativ lange auf den Beinen, ich überarbeite ihn morgen nochmal.

1.8.08 22:44


Über Träume...

... oder warum missbraucht jeder dieses Wort?

Ich hatte heute Nacht einen Traum.
Ich ging durch die Straßen meiner Stadt zu einem Volksfest.
Ende.

Damit probiere ich eins klar zu stellen: Es gibt Träume, die sind einfach unwichtig, Träume die rein GARNICHTS zu bedeuten haben und die man schnell wieder vergessen kann.

Über solche Träume möchte ich reden, denn ein Großteil unserer Prominenz, die von ihren großen Träumen und Vorstellungen schwafeln, träumen total unwichtige, unwirkliche Vorstellungen, mit denen sie sich nur in unserer Medienlandschaft puschen wollen.

Stark merkt man es gerade in Amerika, beim Präsidentschaftskandidaten Obama, seines Zeichens Demokrat. Nicht dass ich was gegen ihn hätte, der Mann bringt sicher frischen Wind in unseren Nummer 1 Agressor Amerika, aber sein Traum von dem "Yes we can change things" ist wirklich eine große Farce.
Denn anstatt sein Programm konsequent durchzuziehen, muss er auch Felder seiner republikanischen Kollegen besetzen, sonst wird's nichts mit einem Großteil der amerikanischen Wähler, die nun mal eher patriotisch als intelligent veranlagt sind.

Aber auch bei uns in Deutschland gibt es Politiker, deren höchst wichtige Träume eine kürzere Überlebenszeit haben, als das Schamgefühl eines aufkommenden Prommis (*hust* P.Hilton*hust*). Nichtraucherschutzgesetz gekippt, Schulreform am Gymnasium im Arsch und Branchen übergreifender Mindestlohn wird dank der CDU sowieso nicht mehr kommen.

Frau Merkel träumt vom Klima Schutz, will aber keine absolute Höchstgrenze des CO2-Ausstoß bei Autos festlegen, weil das "Arbeitsplätze" gefährden würde. Hallo? Geht's noch? Seit wann sind Arbeitsplätze am CO2- Ausstoßes des Fahrzeuges gekoppelt? Brauch ich für nen stink normalen Opel mehr Arbeiter, als für nen KA? Kann man diese Arbeiter nicht umschulen, im Sinne von "Umstieg von Umweltverpestern auf Kleinwagen"?
Ist unsere Politik so von der Wirtschaft korrumpiert, dass die weniger profitablen Gebiete ja nicht gestärkt werde dürfen?

Aber was rege ich mich darüber auf...
Wenn der Deutsche wählen kann, ob er eine intakte Umwelt will, oder lieber einen großen Sportwagen, weiß der Deutsche doch, für was er sich entscheidet.

Das Platzen von Träumen und Widerstand, allgemein das Versagen des deutschen Gehirns zieht sich doch durch unsere gesamte deutsche Geschichte.
Bauernaufstand war nichts im Vergleich zur franz. Revolution, Hitler konnte auch nur so weit kommen, weil die Wirtschaft im Renditerausch der Rüstbetriebe sich ihm an den Hals warfen, Kohl hatte sein eigenes Ding am laufen, Schröder vertritt heute deusche Interessen bei Gasprom und Merkel kriecht unserem Nummer 1 Öljunki Bush und der Wirtschaft im Allgemeinen tiefer in den Allerwertesten, als der Darm eigentlich reicht.

Hoffentlich wird sie restlos verdaut.

 

Gruß,

ich.
2.8.08 17:03





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